Special Audi e-tron

Der MODELL CHECK - resümiert und kommentiert Autotests ausgewählter Medien. Unterhaltsam, informativ und mit Link zur Quelle. Der STYLE CHECK - charakterisiert und positioniert das Fahrzeug. Quasi als erste Anprobe, ob Erwartungen und Wirklichkeit zusammenpassen. Der IMAGE CHECK - reflektiert und interpretiert die öffentliche Meinung. Foren und Communities, Auszeichnungen, Rankings und Blogs als Echo von Markt, Usern und Lesern.

Modell Check: So urteilen die TESTPROFIS

Audi e-tron Sportback 50 quattro mit 230 kW/313 PS

"Digital-Landschaft in Hochauf­lösung"

Lob erhält der e-tron Sportback mit dem kleineren 71-kWh-Akku und 230 kW/313 PS vom österreichischen Fachmagazin von Alles Auto für seine "vorausschauende Rekuperation", die "sehr gute" Lenkung und seine ausgezeichneten Traktionsreserven. "Eindrucksvoll" seinen zudem die "Digital-Landschaft in Hochauf­lösung", "gewöhnungsbedürftig" hingegen die Bedienung via Touchscreen. Ansonsten: "Hinten etwas weniger Kopffreiheit und Schenkelauflage als beim Nicht-Coupé“ und - wie man es von Audi kennt - "hervorragende Materialien und gute Verarbeitung".

Audi e-tron Sportback 55 quattro vs. Mercedes EQC 400 4matic

Kein Sportler, aber stimmiger Fahrspaß

Beim Duell dieser beiden deutschen Edelstromer schnürt Audi, so die Endabrechnung der  Auto Zeitung, „das bessere Paket“ – dank besserem Raumangebot sowie Vorteilen in Komfort, Dynamik und den „Kernkompetenzen“ Reichweite und Ladezeit.

Ein Loser ist der Benz trotzdem nicht. Er punktet mit temperamentvollerem Antrieb, komfortablerer Federung und „weit über 20.000 Euro Preisvorteil“.

Audi e-tron mit 360 bis 408 PS Elektropower: Tester kritisch, aber beeindruckt

„Hundertschaft Hornissen im Angriffsmodus“

Der ADAC stellt nüchtern fest, der e-tron sehe aus „wie jeder andere“ Audi – obwohl er dank seiner alltagstauglicher Reichweite doch „eigentlich revolutionär“ sei. Der Highend-Stromer aus Ingolstadt sei „mehr als nur ein E-Auto“, findet auch auto motor und sport – und sinniert am Ende gar darüber, „ob ein Elektroauto wirklich so viel können muss“. Denn der Allrounder überzeuge beim Fahren so sehr, dass vielen ein „Umstieg überraschend leicht fallen dürfte“.

… „souverän wie ein Verbrenner,
nur deutlich leiser“ …

Positiv auch das Echo der Auto Zeitung: Der elektrische Audi rolle „so souverän dahin wie ein Verbrenner, nur deutlich leiser“, außerdem gibt es „Bestnoten für Straßenlage und Richtungsstabilität“. Der e-tron verbinde auf faszinierende Art neue Technologien und Bewährtes zu einem typischen Audi-Ober­klasse-SUV, heißt es an in einem anderen Beitrag – wobei nicht unerwähnt bleibt, dass die Reichweite „nicht entfernt an die Langstrecken-Autonomie eines TDI“ heranreiche.

… „Neigungsgruppe
Spaß und gute Laune“ …

Mit seiner hecklastigen Kraftverteilung spielt der e-tron „in der Neigungsgruppe Spaß und gute Laune“, lobt auch Alles Auto die Fahreigenschaften des e-tron, das Design dagegen biete „wenig Revolutionäres“. Die Auto-Clubberer des ebenfalls österreichischen ÖAMTC nehmen den Kandidaten mit ingenieuser Akribie und Detailversessenheit unter die Lupe, ohne nach ersten Fahreindrücken in der Wüste von Dubai klare Wertungen vorzunehmen.

… „ein Monstrum mit
Sportwagenbeschleunigung“ …

Die Welt zeigt sich ebenfalls beeindruckt, wie druckvoll der 2,5-Tonner beschleunigt und wie „leichtfüßig und präzise“ er sich händeln lässt – schränkt aber ein: Die Tempolimitierung auf 200 km/h sei „eine kluge Entscheidung zugunsten der Reichweite“, die bei allzu lockerem Gasfuß zusammenschmelze „wie ein Eiswürfel in der Sonne“. Auch im Beitrag der Zeit schwingt Skepsis mit: Trotz seiner zweieinhalb Tonnen Leergewicht produziere dieses „Monstrum“ Beschleunigungswerte eines Sportwagens, aber zur Schonung des Akkus („der allein schon fast so viel wiegt wie ein Smart“) nur einen Mittelklasse-Topspeed von 200 km/h. Auch mit dem Handling ist man nicht zu hundert Prozent glücklich: Trotz souveräner Straßenlage fühle sich das Auto „massig“ an.

… „enttäuschende Energiebilanz
wie ein roter Faden in der Produktionskette“ …

Im einem Konzeptvergleich mit den deutschen Premium-Widersachern Mercedes EQZ und Porsche Taycan in der Süddeutschen erkennt Tester-Instanz Georg Kacher an, dass der Audi „ansatzlos-lässig“ Meter mache, macht aber auch Schattenseiten aus. Das Gewichtshandicap sei unpassend zur eigentlich „prinzipbedingten Lässigkeit“ dieses Antriebs, und auch die Tiefenentspannung mancher Mitmenschen werde angesichts der Ladepausen auf eine harte Probe gestellt.

Eine generelle Schwäche aller Stromer dieses Formats sei zudem eine „enttäuschende Energiebilanz, die sich wie ein roter Faden durch die mehr oder weniger umweltschädliche Produktionskette zieht“. Auto Bild lässt den e-tron gegen den US-Überflieger Tesla in Gestalt des neuen Model 3 antreten – und den Deutschen gewinnen. Der schnüre „das insgesamt geschmeidigere Paket“. Günstiger als der Tesal sei er auch, aber „trotzdem sehr teuer“.

... „Elektroschocks für
analog gepolte Gutverdiener“ ...

Für Computer-Kids sei so ein Audi e-tron kein Problem, mutmaßt Kacher in einem anderen Beitrag zum gleichen Thema in Auto Bild. Ein wenig sorgt er sich allerdings um die „analog gepolten Gutverdiener“, die im „Alleskönner-Cockpit“ des Audi mit dem „einen oder anderen Elektroschock“ rechnen müssten.